Archives: Januar 2011

VfL Wolfsburg 0:3 Borussia Dortmund – Souveräne Niederlage einer planlosen Heimmannschaft

Der BVB dominiert die Liga. 19 Spiele, 15 Siege, mit großem Vorsprung Tabellenführer. Alles aufgrund von hervorragenden Automatismen in Offensiv- und Defensivspiel, die dazu führten, dass bisher so gut wie jedes Spiel mehr oder minder dominiert wurde. Deshalb muss sich jeder Gegner fragen, was er gegen dieses ultrastabile Gerüst unternimmt. Nur an Steve McLaren scheint diese Situation vollkommen vorbeigegangen zu sein.

Angesichts der Vorstellung von Wolfsburg darf man sich fragen, ob der englische Coach die Bundesliga überhaupt verfolgt. Eins vorweg – die Wolfsburger spielten nicht schlecht. In keinem Bereich. Kein Spieler erwischte einen besonders schlechten Tag, individuell war es von Wolfsburg eine ordentliche Leistung.

Aber Wolfsburg spielte einfach wie eine Blaupause. Sie spielten einen 4-4-1-1-Stiefel herunter wie er standard und langweiliger nicht sein könnte. Weder auffällig defensiv, noch auffällig offensiv. Fast perfekte Symmetrie, keine Aufgabenverteilung zwischen links und rechts. Dafür aber überklar definierte Aufgabenverteilung zwischen den Mannschaftsteilen ohne jegliche Überlappungen und ohne Fluidität.

Kurz gesagt war Wolfburg taktisch gesehen völlig ohne jede Idee und nicht im geringsten auf den herausragend guten Gegner eingestellt. (weiterlesen…)

Bayer Leverkusen 1:3 Borussia Dortmund – Individuelle Fehler entscheiden Spitzenspiel

Die Bundesliga-Rückrunde startete mit dem möglicherweise wichtigsten Spiel für die Titelentscheidung. Es war klar, dass der BVB bei einem Sieg kaum noch einzuholen ist. Leverkusen hatte die Chance sich in erweiterte Schlagdistanz zu befördern.

Jürgen Klopp sagte vor dem Spiel sinngemäß, dass entscheidend sein wird, welches Team in den wichtigen Situationen konzentrierter agiert. Genau das war der Fall. Zwei Abwehrfehler entschieden das Duell.

Von daher ein schwieriges Spiel für eine taktische Analyse. Interessant war demnach eher, wie Dortmunds Sieg, sowie eine vermeintliche klare Überlegenheit, dennoch von allerhand Quellen auf die unterschiedlichen Formationen zurückgeführt wurden. Die Überzahl im Mittelfeldzentrum hätte von Bayer nicht kompensiert werden können, heißt es. (weiterlesen…)

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